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Tamara Bunke

Haydée Tamara Bunke Bíder (19.11.1937-31.08.1967) wurde in Buenos Aires, Argentinien, als Tochter deutscher Migrant*innen, die vor dem NS-Regime geflohen waren, geboren. 1952 kehrt ihre Familie in die DDR zurück, wo Tamara nach dem Abitur Pionierleiterin der FDJ wird. Sie studiert an der HU-Berlin und arbeitet als Spanisch-Dolmetscherin, wobei sie 1960 Ernesto »Che« Guevara bei dessen Besuch in der DDR kennenlernt.

1961 reist Tamara nach Kuba aus, wo sie studiert, für Behörden übersetzt und sich 1962 der revolutionären Volksmiliz anschließt. Von Guevara wird sie als Unterstützerin für den Export der Revolution auf den Lateinamerikanischen Kontinent ausgewählt, wofür Sie in Andenken an eine Sowjetische Partisanin den Kampfnamen »Tania« wählt. Sie wird als Agentin ausgebildet. In Bolivien, wo es ihr gelingt, tief in Regierungskreise einzutauchen, unterstützt sie die Guerilla als Informantin. Im März 1967 brachte sie Unterstützer aus dem Ausland zum Stützpunkt Che Guevaras und wartete dort auf den Comandante. In dieser Zeit wurde ihr Geländewagen, in dem sich von ihr gesammelte Informationen befanden, vom Militär entdeckt, wodurch ihre Tarnung und Identität aufflog, sodass sie bei der Guerilla blieb. Die von Juan Vitalio Acuña Núñez geführte Nachhut, der sie angehörte, konnte im April 1967 nicht wieder mit dem Rest der Gruppe zusammentreffen, da sie sich nach dem Ausfall von Funkgeräten nicht mehr fanden. Am 31. August gerieten sie bei Vado del Yeso in einen Hinterhalt des Bolivianischen Militärs, bei dem sie getötet wurde.

Nach ihrem Tod wurde Tamara Bunke Namensgeberin für Schulen sowohl in der DDR als auch in Kuba. Ihre sterblichen Überreste wurden zusammen mit denen anderer in Bolivien gefallener und mit Einwilligung ihrer Eltern nach Kuba übergesetzt und dort im Che-Memorial feierlich beigesetzt.

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